Marco Birkenmaier verletzt – verpasst die Junioren-WM

Degenfechter Marco Birkenmaier von der Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen hat knapp die Nominierung zur U20-Junioren WM, die nach Ostern im italienischen Verona stattfindet, verpasst.

Nach einer erfolgreichen Weltcup Saison landet er auf Platz 5 der deutschen Nominierungsrangliste und ist somit erster Nachrücker für die deutsche Nationalmannschaft.

Marco, der zum C-Kader des Deutschen Fechterbundes zählt, ist einer der 6 besten deutschen Junioren-Degenfechter, die bei den vier Weltcups in Riga, Heraklion, Luxemburg, Sabac (Serbien) und Basel teilnehmen durften und damit einer von wenigen Friedrichshafener Sportlern die regelmäßig sich mit der Weltelite in einer olympischen Sportart messen dürfen.

Und nicht nur in den Einzelkonkurrenzen wusste er zu überzeugen. So konnte das deutsche Team mit Marco Birkenmaier beim Mannschaftsweltcup in Heraklion die hochfavorisierten Franzosen schlagen, unter anderem, weil Marco gegen den Weltranglistenachten Arthur Philippe sensationell nach Übernahme bei 38:38 mit 45:44 gewann. Und selbst gegen den Weltranglistenersten Jakob Jurka aus Tschechien behauptete Marco im letzten Gefecht die Führung der deutschen Equipe.

Bis auf das Turnier in Sabac (Serbien) zeigte Marco also durchgehend konstante Leistungen und sammelte somit regelmäßig Punkte für die Weltrangliste sowie für die nationale Rangliste, nur das absolute Topergebnis wollte nicht gelingen.

Beim entscheidenden Worldcup Turnier in Basel mit 181 Teilnehmern aus 30 Nationen gelang Marco in der Vorrunde zwei Siege gegen den Argentinier Perez-Contreras und den Schweizer Marchand bei insgesamt vier teils knappen Niederlagen gegen Fechter aus Italien, Polen, Estland und Ungarn. Mit diesem Zwischenergebnis wurde Marco für die anschließende Direktausscheidung im Tableau als Nr. 123 gesetzt.

Im ersten K.O. traf Marco nun auf den als Nr. 5 gesetzten russischen Nationalfechter Igor Korovin. Von Anfang an bestimmte Marco das Gefecht gegen den hoch favorisierten Linkshänder und gewann den Kampf deutlich mit 15:11.

Für das folgende 64-er K.O. war Marco somit als Nr. 5 gesetzt und kam auf den als Nr. 60 gesetzten Italiener Daniel De Mola.

Bei einem anfänglich ausgeglichenen Gefecht stürzte Marco bei einem seiner Angriffe und zog sich eine Knöchelblessur zu. Trotz ärztlicher Versorgung in der fünfminütigen Verletzungspause musste er das Gefecht verletzungsbedingt abgeben. Ein Sieg wäre das Ticket für die WM in Verona gewesen, da sich der Leipziger Fechter Arthur Fischer durch ein gutes Ergebnis im letzten Turnier vor der Nominierung noch an Marco vorbeischob.

Aktuell bereitet sich der Häfler Nachwuchssportler des Jahres 2017 auf sein Abitur an der Claude-Dornier-Schule vor, bevor es dann im Mai zu den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Heidenheim geht. Die Saison endet für Marco im Juni mit den deutschen U20-Meisterschaften in Leverkusen.

Dr. Matthias Herter