Jubiläums-Degenturnier in Friedrichshafen

Eine Herkulesaufgabe steht für die Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen vor der Tür. Circa 250 Nachwuchsfdegenfechterinnen und –fechter treffen sich am Wochenende Friedrichshafen in den zwei Sporthallen der Nordstadt um den Sieger beim 40. Zeppelindegenturnier zu ermitteln.

39 Jahre lang waren es die Fechtfans in Friedrichshafen gewohnt, dass das internationale Zeppelinturnier der U17-Degenfechter, ein nationales Ranglistenturnier der höchsten Kategorie im Frühjahr stattfindet. Oft wurden dann die Startplätze für die Kadettenweltmeisterschaften, die an Ostern stattfinden am See vergeben.

Das immer schlechter werdende Abschneiden der deutschen Fechter bei großen Wettkämpfen ließ den Deutschen Fechterbund in Aktionismus verfallen, so dass unter anderem der Turnierkalender komplett umgekrempelt wurde. Dabei traf es auch das häfler Zeppelinturnier, das als organisatorisches Vorbild in Fachkreisen galt. Nur noch alle zwei Jahre im Wechsel mit Bonn wird in der Bodenseesporthalle und in der alten Festhalle um Ranglistenpunkte gekämpft. Aber nun zum zweiten Mal dürfen auch die jungen Damen mit dem Degen hier antreten.

17 Fechtbahnen in internationalem Standard baut das Team der Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen um Abteilungsleiter Thomas Heilmann in zwei Sporthallen auf. Gemeldet haben neben den deutschen Fechtern auch Fechterteams aus Österreich. Zudem sind einzelne Fechter und Fechterinnen aus Armenien, Bulgarien, Brasilien, Frankreich, Luxemburg und den Philippinen am Start. Diese aber alle für ihre deutschen Vereine.

Leider ist die Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen in dieser Altersklasse zur Zeit nur wenig besetzt, so dass nur bei den Jungs mit Dario Knör, Cornelius Kuhlmann und Nico Miller drei Nachwuchsfechter die lokale Fahne hochhalten. Für alle drei ist es das Ziel die Vorrunde zu überstehen und im über 125-köpfigen Feld einen zweistelligen Rang zu erreichen.

Das Zeppelinturnier ist in diesem Jahr das erste Ranglistenturnier der Saison, in dem es Punkte zur Qualifikation für die Kadetten-Europa- und Weltmeisterschaften zu holen gibt. Deshalb ist keine Favoritin oder auch kein Favorit zu nennen. Sicher ist nur, dass die Athletinnen und Athleten aus Nordrheinwestfalen auf Grund der dort schon länger beendeten Ferien einen Trainingsvorsprung gegen die Fechterinnen und Fechter aus z.B. Baden-Württemberg haben.

Das 40. Zeppelinturnier beginnt am Samstagmorgen um 09.00 Uhr. Mit den Finals der Jungs ist gegen 17.00 Uhr zu rechnen. Am Sonntag beginnen die Mädchen auch um 09.00 Uhr, da hier das Starterfeld aber etwas kleiner ist rechnet die Sportwartin der Fechter des VfB Britta Amann mit dem Finale bereits um ca. 15.00 Uhr. Der Eintritt zu dieser großartigen Sportveranstaltung ist frei.

Dr. Matthias Herter