Zeppelin Turnier 2016

Bericht zum 38. Internationalen Zeppelinturnier 2016 von Dr. Matthias Herter:

Überraschungssieger beim Zeppelinturnier
Nicht einer der beiden Favoriten Marco Birkenmaier vom gastgebenden VfB Friedrichshafen oder Artur Fischer vom FC Leipzig gewannen das Turnier, sondern der an diesem Tag hervorragend aufgelegte Dean Fischer von TSV Bayer Leverkuse siegte umjubelt  in einem wahren Herzschlagfinale.
169 Fechter aus Deutschland, Belgien, Slowenien, der Schweiz und Ungarn waren bei der 38. Auflage des Internationalen U-17 Zeppelin-Degenturniers am Samstag in der Bodenseesporthalle, der Turnhalle der Pestalozzischule und der alten Festhalle zu Gast bei der veranstaltenden Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen.


Unter den jungen Männern waren mit Marco Birkenmaier, Christopher Küchle, Daniel Preiss, Mattis Siegl, Sebastian Spaeth und Albert Wehr auch sechs Nachwuchsklingenkünstler der Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen. Während Marco zu den Favoriten des Turniers zählte ging es für die anderen fünf darum Turniererfahrung auf hohem Nivaeu zu machen und den ein oder anderen Erfolg zu feiern. Am besten machte dies Daniel Preiss. Ihm gelangen in der Vorrunde drei Siege bei nur zwei Niederlagen und nochmals zwei Siege bei drei Niederlagen in der Zwischenrunde, so dass er das K.O.-System problemlos erreichte. Dort musste er sich Rasmus Linow (SC Itzehoe) mit 5:15 beugen. Auch in die Zwischenrunde mit zwei Siegen aus der Vorrunde schaffte es Mattis Siegl. Hier war jedoch bei sehr starken Gegnern Schluss für ihn. Leider nicht über die Vorrunde hinaus schafften es Sebastian, Christopher und Albert, wobei  bei Sebastian es etwas an der Unsportlichkeit eines Gegners, den Sebastian besiegt hatte lag. Nach dessen Disqualifikation wurden all seine Ergebnisse gestrichen, so auch der für den Aufstieg benötigte Sieg von Sebastian. Sebastian, mathis und Daniel werden jedoch im nächsten Jahr erneut auf die Fechtbahn bei diesem Turnier treten.
Marco Birkenmaier gelang ein Durchmarsch durch Vor- und Zwischenrunde mit jeweils fünf Siegen, was ihm Rang drei in der Setzliste für das K.O-system einbrachte. Nach einem Freilos im 128er traf er in der Runde der letzten 64 auf Maximilain Kämereit (TSV Bayer Leverkusen), den er nach kurzem Rückstand, wohl der Pause geschuldet, schließlich sicher mit 15:12 besiegte. Nach einem klaren 15:7 gegen Tim Lucas (OFC Bonn) folgte ein Herzschlagsieg in einem hochspannenden Gefecht gegen Julius Dehn (EFG Essen). Bei diesem 15:14 Sieg merkte man Marco die Favoritenbürde an, die dann im Viertelfinale gegen Artur Fischer (FC Leipzig) zu schwer wurde. Von Anfang an geriet Marco in Rückstand, konnte zwar immer wieder ausgleichen, jedoch gelang es dem Häfler nie die Führung zu übernehmen. Irgendwann setzte sich Fischer, der von Jörg Fiedler, einem der besten deutschen Degenfechter der letzten Jahre trainiert wird, ab und gewann mit 15:8 gegen den Nachwuchsmusketier vom See. Marco wurde hervorragender Fünfter und fährt als deutscher Ranglistenerster zu den Europa- und Weltmeisterschaften.

Fischer gewann im Halbfinale gegen Tobias Weckerle (SV Böblingen) und traf im Kampf um den Sieg beim Zeppein Turnier auf Dean Müller (TSV Bayer Leverkusen).
Dieser hatte sich für viele überraschend und auch etwas unbemerkt im Schatten der Duelle der Führenden in der deutschen Rangliste mit tollen taktischen und technischen Leistungen im Laufe des K.O.s immer mehr gesteigert und trat als Underdog auf die Finalbahn. Und auch hier wusste er zu überzeugen. Müller übernahm von Anfang an die Führung, konnte diesen aber nie auf mehr als 2 Treffer ausbauen. Beim Stand von 14:12 schien der Sieg nahe, aber Fischer schaffte es zum 14:14 auszugleichen ehe die reguläre Fechtzeit abgelaufen war. In der Verlängerungsminute setzte der gegenüber seinem Gegner einen Kopf kleinere Dean Müller inb diesem Herzschlagfinale den Siegtreffer und gewann damit überraschend aber um so jubelreicher das 38. Internationale Zeppelin-Degenturnier.
Leider gelang es ihm in der deutschen Rangliste nicht den vierten Platz zu erobern, so dass Marco Birkenmaier, Artur Fischer, Paul Veltrup (FC Krefeld) und Gerrit van Laue (TSG Reutlingen) für Deutschland zur EM Anfang März nach Novi Sad/Serbien und zur WM an Ostern nach Bourges/Frankreich fahren.
Auch in diesem Jahr wurde die traditionell gute Vorbereitung und Durchführung des Turniers durch Abteilungsleiter Thomas Heilmann und seinem Team von vielen angereisten Betreuern gelobt. Auf 21 Bahnen gab es nur zwei kleine technische Probleme und auch das Oberschiedsgericht musste keinen einzigen Protest gegen die von der Turnierleitung eingesetzten Schiedsrichter bearbeiten.
Eine hervorragende Organisation des Turnieres attestierte auch  der Offizielle des Deutschen Fechterbundes Uwe Neder dem Team um Thomas Heilmann: „Man merkt, dass das Organisationsteam seit Jahren gekonnt zusammenarbeitet, denn jedes noch so kleine Problem, ob technisch oder organisatorisch wurde sofort gelöst, und das werde ich beim DFeB sehr lobend erwähnen,“ so Neder.
Ergebnis: 1. Dean Müller (TSC Bayer Leverkusen), 2. Artur Fischer (FC Leipzig), 3. Simon Stange (SB Solingen) und Tobias Weckerle (SV Böblingen), 5. Marco Birkenmaier (VfB Friedrichshafen), 6. Gerrit van Laue (TSG Reutlingen), 7. Paul Veltrup (FC Krefeld), 8. Pascal Schier (MTV Saalsfeld), … 90. Daniel Preiss, ..125. Mattis Siegl, …149. Sebastian Spaeth, ..155. Christopher Küchle, 155. Albert Wehr.

 

Ausschreibung: 2016-02-06_Zeppelinturnier 2016

Vorbericht zum 38. Internationalen Zeppelinturnier 2016 von Dr. Matthias Herter:

Spitzen-Nachwuchsfechter in Friedrichshafen

Bereits zum 38. Mal richtet die Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen am Samstag das Internationale Zeppelin-Degenturnier in der Bodenseesporthalle, den Turnhallen der Pestalozzischule und in der alten Festhalle aus. Und zum ersten Mal gilt mit Marco Birkenmaier ein Lokalmatador als Favorit auf den Turniersieg.

Fast 200 Teilnehmer lang ist die Meldeliste, für die neben dem MTU-Cup und dem Internationalen Badminton Bodensee-Jugend-Turnier größte Sportveranstaltung in Friedrichshafen, die Sportwartin Britta Amann vor sich liegen hat. Ein wahrer Kraftakt wartet deshalb auf das Team um Abteilungsleiter Thomas Heilmann, denn ein immenser Material- und Arbeitsaufwand ist notwendig um die drei Sporthallen mit 21 Fechtbahnen auf internationalem Niveau auszustatten und einen reibungslosen und zügigen Turnierverlauf zu gewährleisten.

Für die Fechtabteilung des gastgebenden VfB Friedrichshafen nehmen in diesem Jahr so viele Nachwuchsfechter wie noch nie teil. Während für Benedikt Jahn, Christopher Küchle, Daniel Preiss, Mathis Siegl und Sebastian Spaeth die Teilnahme und die Verbesserung des Vorjahresergebnisses zählt, gehört Marco Birkenmaier als deutscher Ranglistenerster zu den Top-Jugendfechtern in Deutschland in dieser Altersklasse. Im letzten Jahr belegte Marco den 3. Platz, möchte aber als derzeit Führender der Deutschen  U17-Rangliste bei seinem Heimturnier ein Zeichen setzen und gewinnen. Ein Erfolg beim Zeppelinturnier wäre für Ihn, seinen Trainer und Vater Gerhard Birkenmaier und die Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen ein beinahe unglaublicher Erfolg.

Einige andere Fechter werden ihm das jedoch schwer machen. Allen voran der in letzter Zeit immer stärker werdende Leipziger Arthur Fischer, ein Schüler von Jörg Fiedler, Olympiadritter 2004 und Vizeweltmeister 2005.

Das Zeppelinturnier ist das letzte Nominierungsturnier für den deutsche Fechtnachwuchs und damit auch Vorbereitung auf die Europameisterschaften, die vom 29. Februar bis zum 4. März in Novi Sad/Serbien stattfinden. Nur kurz darauf finden auch schon die Welttitelkämpfe in diesem Jahr in Bourges in Frankreich statt (01.04.-09.04.). Und schon mehrmals, zuletzt Rico Braun bei der Europameisterschaft 2014 oder Nikolaus Bodoczi (FC Offenbach) bei der Weltmeisterschaft 2010 konnten die Sieger des Zeppelinturniers im gleichen Jahr internationale Titel gewinnen.

Die deutschen Startplätze für beide Wettkämpfe sind noch nicht fix vergeben. Die ersten Beiden, Marco Birkenmaier und Arthur Fischer sind zwar sicher, aber die nächsten vier, Paul Veltrup (FC Krefeld), Gerrit von Laue (TSG Reutlingen), Lucas Fendt (TG Schwenningen) und Julian Seyd (Heidenheimer SB) liegen eng beieinander und haben bei einem guten Ergebnis und wenn die anderen schwächeln durchaus noch Chancen auf einen der vier Startplätze bei der EM oder gar auf die drei Plätze bei der WM.

Welchen Wert dieses Turnier in der Fechtszene hat zeigt sich an den Teilnehmern der vergangenen 33 Jahre. Die gesamte aktuelle und ehemalige deutsche Degenfechtelite, darunter alle Mitglieder der aktuellen Nationalmannschaft waren in ihrer Jugendzeit zu Gast beim Zeppelinturnier in Friedrichshafen. So gewann der Europameister 2010 Sven Schmid 1995 das Turnier und wurde anschließend Kadetten-Weltmeister. Sein damaliger Finalgegner hieß Marcel Fischer. Der Schweizer ist der erfolgreichste Ehemalige des Zeppelinturniers, konnte er doch 2004 die Goldmedaille und den Olympiasieg in Athen holen. Leider lässt die internationale Beteiligung am diesjährigen Turnier zu wünschen übrig, was sicherlich mit dem erweiterten Programm des Kadetten-Europacups zu tun hat. So fand z.B. erst letzte Woche ein Turnier des European Cadet Circuit in Bratislava statt. Trotzdem sind Fechter aus der Schweiz, Belgien und Slowenien am Start in Friedrichshafen.

Das Turnier beginnt am Samstag um 09.00 Uhr. Vormittags werden auf 21 Bahnen die Vorrunde und Zwischenrunden ausgetragen, bevor dann die verbleibenden 128 Fechter im K.O.-System den Sieger ermitteln. Die Finalgefechte werden ab ca. 17.30 Uhr erwartet. Der Eintritt zu diesem Top-Sportevent ist frei.

 

 

Bericht Schwäbische Zeitung: SchwZ_37.ZT.2015

Bericht Südkurier: Suedkurier_37.ZT.2015

Ausschreibung: 2015-01-31_Zeppelinturnier

Ergebnisse: http://www.fencingworldwide.com/en/

Vorbericht:

Spitzen-Nachwuchsfechter in Friedrichshafen

Bereits zum 37. Mal richtet die Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen am Samstag das Internationale Zeppelin-Degenturnier in der Bodenseesporthalle, den Turnhallen der Pestalozzischule und in der alten Festhalle aus. Aber nicht nur um Pokale geht es bei diesem Wettkampf, auch in diesem Jahr gibt es Punkte für die deutsche A-Jugend-Rangliste (U17), die entscheidend ist für die Teilnahme an EM und WM.

Fast 200 Teilnehmer lang ist die Meldeliste die Sportwartin Britta Amann vor sich liegen hat. Ein wahrer Kraftakt wartet deshalb auf das Team um Abteilungsleiter Thomas Heilmann, denn ein immenser Material- und Arbeitsaufwand ist notwendig um die drei Sporthallen mit 21 Fechtbahnen auf internationalem Niveau auszustatten.

Für die Fechtabteilung des gastgebenden VfB Friedrichshafen nehmen in diesem Jahr so viele Nachwuchsfechter wie noch nie teil. Während für Jan-Henrik und Christopher Küchle, Daniel Preiss, Mathis Siegl und Sebastian Spaeth die Teilnahme und die Verbesserung des Vorjahresergebnisses zählt, gehört Marco Birkenmaier zu den etablierten A-Jugendfechtern in Deutschland und dies bereits im zweiten von drei Jahren in dieser Altersklasse. Im letzten Jahr belegte Marco den 14. Platz, möchte aber als derzeit Achter der Deutschen U17-Rangliste bei seinem Heimturnier mindestens unter die ersten Acht. Ein Erfolg beim Zeppelinturnier wäre für ihn und die Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen ein beinahe unglaublicher Erfolg.

Einige ältere Fechter werden ihm das jedoch schwer machen, denn das Zeppelinturnier ist das letzte Nominierungsturnier für den deutsche Fechtnachwuchs und damit auch Vorbereitung auf die Europameisterschaften, die vom 24. Februar bis zum 5. März in Maribor/Slowenien stattfinden. Nur kurz darauf finden auch schon die Welttitelkämpfe in diesem Jahr in Taschkent in Usbekistan statt (01.04.-09.04.). Und schon mehrmals, zuletzt Rico Braun bei der Europameisterschaft 2014 oder Nikolaus Bodoczi (FC Offenbach) bei der Weltmeisterschaft 2010 konnten die Sieger des Zeppelinturniers im gleichen Jahr internationale Titel gewinnen.

Die deutschen Startplätze für beide Wettkämpfe sind noch nicht fix vergeben. Die ersten vier der Rangliste, die drei Heidenheimer Joshua Beyrle, Philipp Kondring und Lucas Fröschl, sowie Rene Jordan (Bayer 04 Leverkusen) liegen eng beieinander aber auch die beiden Tauberbischofsheimer Benjamin Pleitz und Maximilian Meszaros haben mit 10 Punkten Rückstand bei sechzehn zu vergebenden Punkten für den Turniersieg durchaus noch Chancen auf einen der vier Startplätze bei der EM, wenn, ja wenn einer der vorderen vier einen schlechten Tag erwischt.

Welchen Wert dieses Turnier in der Fechtszene hat zeigt sich an den Teilnehmern der vergangenen 36 Jahre. Die gesamte aktuelle und ehemalige deutsche Degenfechtelite, darunter alle Mitglieder der aktuellen Nationalmannschaft waren in ihrer Jugendzeit zu Gast beim Zeppelinturnier in Friedrichshafen. So gewann der Europameister 2010 Sven Schmid 1995 das Turnier und wurde anschließend Kadetten-Weltmeister. Sein damaliger Finalgegner hieß Marcel Fischer. Der Schweizer ist der erfolgreichste Ehemalige des Zeppelinturniers, konnte er doch 2004 die Goldmedaille und den Olympiasieg in Athen holen. Leider lässt die internationale Beteiligung am diesjährigen Turnier zu wünschen übrig, was sicherlich mit dem erweiterten Programm des Kadetten-Europacups zu tun hat. So fand z.B. erst letzte Woche ein Turnier in Bratislava statt. Trotzdem sind Fechter aus der Schweiz, Kroatien und Luxemburg am Start in Friedrichshafen.

Das Turnier beginnt am Samstag um 08.30 Uhr. An diesem Tag werden auf 21 Bahnen die Vorrunde und Zwischenrunden ausgetragen, bevor dann die verbleibenden 128 Fechter im K.O.-System den Sieger ermitteln. Die Finalgefechte werden ab ca. 17.30 Uhr erwartet. Der Eintritt zu diesem Top-Sportevent ist frei.